Zehnkämpfer Mathias Brugger und Tim Nowak vom SSV Ulm 1846 eröffnen am kommenden Wochenende den Mehrkampf-Sommer in Lana (Italien)

v. l.: Tim Nowak und Mathias Brugger

Ambitionierte Generalprobe für Brugger und Nowak beim stark besetzten internationalen Meeting in Lana (Italien)| Abele muss Götzis absagen

Mathias Brugger und Tim Nowak haben gute Erfahrungen mit Mehrkämpfen früh in der Saison. 2017 konnte Brugger Anfang Mai erstmals die 8.000-Punkte-Marke überbieten, 2018 gesellte sich Tim Nowak zu einem ähnlichen Zeitpunkt zum 8.000er Club dazu. Noch etwas früher erfolgt in diesem Jahr ihr Saison-Auftakt: Beim World Challenge-Meeting des Leichtathletik-Weltverbands IAAF in Lana, Südtirol bestreiten beide am Wochenende ihren ersten Zehnkampf der Saison. Da Christopher Hallmann in seiner Funktion als Bundestrainer mit weiteren deutschen Topathleten im Trainingslager in der Türkei weilt, wird der ehemalige Ulmer Cheftrainer Stefan Preß das Duo betreuen.

„Das ist kein Test, ich will abliefern!“ gibt Tim Nowak die Richtung vor. Und Mathias Brugger bestätigt: „Die Motivation ist bei so einem hochklassigen Meeting und bei der starken Konkurrenz groß, da weiß man am Ende, wo man steht.“ Die Ulmer zählen zu insgesamt sieben Teilnehmern mit Bestmarken jenseits der 8.000 Punkte. Besonders Vorjahressieger Martin Roe aus Norwegen sowie den Tschechen Adam Sebastian Helcelet und den Brasilianer Luis Alberto de Araujo, die beide schon mehr als 8.300 Punkte gesammelt haben, müssen sie auf der Rechnung haben.

Dass im ersten Wettkampf vermutlich noch nicht alle Rädchen perfekt ineinandergreifen werden, ist beiden bewusst. „Es fühlt sich schon alles recht gut an“, sagt Mathias Brugger, „aber man ist so früh in der Saison noch nicht so spritzig.“ „Gut reinkommen und ohne Schwächen durchkommen“, lautet das Ziel von Tim Nowak, der an seine gute Zehnkampf-Serie von 2018 anknüpfen will.

Mit einem Auge ist der Blick ohnehin schon in Richtung Götzis gerichtet. In Österreichs Mehrkampf-Mekka fällt Ende Mai bereits eine Vorentscheidung im Kampf um die deutschen Startplätze für die WM im Herbst in Doha, Katar. „Götzis ist extrem wichtig“, erklärt Tim Nowak, „Lana ist da eine gute Generalprobe.“

Fehlen wird in Götzis leider – wieder einmal – Arthur Abele. Der Zehnkampf-Europameister vom SSV Ulm 1846 laboriert weiterhin an seiner Knöchelverletzung, die er sich in der Hallensaison zugezogen hatte. Die ersten vorsichtigen Sprünge nach mehreren Wochen mit angepasstem Training brachten gleich wieder die alten Beschwerden zutage. „Bis Götzis kriegen wir das auf gar keinen Fall wieder in den Griff“, erklärt Arthur Abele, der in regelmäßiger Behandlung bei Prof. Dr. Benedikt Friemert im Bundeswehr-Krankenhaus Ulm ist.

Die Hoffnungen ruhen nun wie so oft auf dem Mehrkampf-Meeting in Ratingen, das am 29./30. Juni stattfindet. Auch hier gibt es für einen Start noch kein grünes Licht. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass dem nunmehr 32-Jährigen dort ein kleines Zehnkampf-Wunder gelingt.