Alina Reh pulverisiert deutsche U23-Bestleistung

Alina Reh unterstreicht ihre Klasse

Ein Riesenrennen lief Alina Reh beim 10-Kilometer-Rennen „Great 10k“ in Berlin. Die Ulmerin düpierte die höher eingeschätzten Mitbewerberinnen und gewann in 31:38 Minuten. Damit steigerte die Athletin von Jürgen Austin-Kerl ihren Hausrekord um satte 89 Sekunden. Die deutsche U23-Bestzeit, seit April 1989 von Kathrin Ullrich (SC Dynamo Berlin) gehalten, verbesserte sie um 23 Sekunden. Klar, dass Alina Reh sich auch im deutschen Nachwuchsläufer-Cup durchsetzte und dafür eine Extra-Prämie einstrich.

Die 20-Jährige avancierte bei trockenem Herbstwetter mit ihrem neuerlichen Parforceritt zur zweitschnellsten deutschen Läuferin auf der 10-Kilometer-Straßendistanz aller Zeiten. Schneller war bisher nur die deutsche Rekordlerin Irina Mikitenko, die 2008 eine Zeit von 30:57 Minuten erreicht hatte. Alina Reh steht in dieser Liste nun bereits vor den Top-Läuferinnen Uta Pippig (31:39 min), Kathrin Weßel (31:44 min), Luminita Zaituc (31:45 min), Sabrina Mockenhaupt (31:49 min) und Kathrin Dörre-Heinig (31:52 min). Es war für Alina Reh bereits die zweite nationale U23-Bestleistung binnen weniger Wochen, nachdem sie drei Wochen zuvor beim Halbmarathon in Ulm 71:23 Minuten gelaufen war.

Zeit war nicht geplant

„Ich wusste, wo die deutsche Bestleistung stand, aber der Lauf war nicht auf diese ausgelegt. Ich wollte einfach gut ins Rennen kommen. Erst als ich bei Kilometer fünf eine Zwischenzeit von 15:50 Minuten hatte und mich noch gut gefühlt habe, kam die deutsche Bestleistung in Reichweite“, sagte Alina Reh. Favoritin Stella Chesang (Uganda), die zunächst aufs Tempo gedrückt hatte, musste am Ende mit Platz zwei zufrieden sein. Trost: Ihre 31:54 Minuten sind Landesrekord. „Ich kam immer dichter heran, bei Kilometer sechs habe ich sie dann eingeholt und etwa anderthalb Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke gesetzt“, schildert Alina Reh ihre perfekte Renntaktik. (Quelle: www.leichtathletik.de)