Das Konzept der Kindersportschule

Das seit 1989 bewährte Konzept der Kindersportschule (KiSS) wurde von Sportwissenschaftlern in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Turnerbund entwickelt. Die Anzahl der Kindersportschulen steigt seither stetig. In Baden-Württemberg sind es allein über 60 – sowie mehr als 80 in ganz Deutschland.

Die Kindersportschule des SSV Ulm 1846 gibt es seit 2003. Sie umfasst neben der Hauptgruppe, der Grundschüler, auch Angebote für Kinder im Vorschulalter („KiSS-Vorschule“ und „Ballschule“), sowie Sportgruppen für Kinder und Jugendliche („Sport-Jugend-Club“) auf weiterführenden Schulen. Zudem werden zahlreiche Aktionen und Turniere für alle Schülerinnen und Schüler während eines Schuljahres angeboten.

Das Konzept der KiSS richtet sich hauptsächlich an alle Kinder im Grundschulalter. Diese werden in Gruppen eingeteilt, die sich an den Klassen der Grundschule orientieren. Die Kinder der 1. und 2. Klasse trainieren zweimal in der Woche eine Stunde und die Kinder der 3. und 4. Klasse trainieren zweimal in der Woche 1,5 Stunden. Während der Schulferien (in Baden-Württemberg) ist die KiSS geschlossen.

Den Kindern soll Spaß an der sportlichen Bewegung vermittelt werden und dadurch der Bewegungsarmut entgegenwirken. Langfristiges Ziel ist eine Erziehung zum lebenslangen, gesundheitsbewussten Sporttreiben. Die Kindersportschule wird von einem Sportlehrer mit abgeschlossenem Sportstudium geleitet, der die einzelnen Sportstunden mit Hilfe von qualifizierten Übungsleitern durchführt. Alle KiSS-Gruppen der 1.-4. Klasse finden zweimal die Woche zu regelmäßigen Zeiten in Gruppen von maximal 16 Kindern statt. Es gibt ein Sportarten übergreifendes Angebot, bei dem die Kinder wichtige Elemente aus vielen Sportarten (Körperspannung, Ballgefühl usw.) lernen. Eine einseitige Förderung und Belastung wird somit vermieden. Einzelne Sportarten werden erst in der 4. Klasse vorgestellt.

Mit diesen darin gewonnenen Erfahrungen können sich die Kinder leichter entscheiden, welche Sportart für sie die Richtige ist. Die Kinder sollen sportmotorische und koordinative Grundfähigkeiten wie beispielsweise Orientierungs-, Gleichgewichts- und Rhythmisierungsfähigkeit erlernen.
In den Gruppen besteht kein Leistungs- oder Wettkampfdruck und das Programm ist auf jede Gruppe direkt abgestimmt. Somit haben auch sportlich schwächere Kinder ihren Spaß. Die KiSS soll den Aufbau der muskulären Balance, die Haltungsschulung und eine Verbesserung der Körperwahrnehmung fördern. Des Weiteren soll sie das kreative Verhalten fördern und der psychischen Entwicklung der Kinder helfen.