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Dem Klassenerhalt wieder ein Stück näher gekommen

Die Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 erreichten im bayerischen Waging am See einen sechsten Platz. Dieser wurde wieder durch den Patzer einer anderen Mannschaft begünstigt. Janine Berger erneut stark am Stufenbarren. Laura Jurca stärkste Ulmerin.

Es sah vor dem Wettkampf nicht sonderlich gut aus. Die Ulmer Gastturnerin Tisha Vollemann aus den Niederlanden, noch vor eine Woche erfolgreiche Teilnehmerin als sechste beim DTB-Pokal in Stuttgart, hatte sich am Sprunggelenk verletzt, und es war bis zum Wettkampf unklar, ob und an welchem Gerät sie antreten kann. Wie wichtig sie für die Ulmerinnen geworden ist, zeigte der erste Wettkampftag vor drei Wochen in Stuttgart, als Sie die Einzelwertung gewann.

So mussten es die Nachwuchskräfte, allen voran die 13-jährige Elisa Gräßler richten. Sie kam zum ersten Vierkampfeinsatz in der 1. Bundesliga. Und sie bestätigte das gute Abschneiden vor einer Woche beim Pre-Olympic Youth Cup in Essen als Sie in ihrer Altersklasse dritte wurde, und sich Punktemäßig für die Deutschen Meisterschaften qualifizierte. Nur am ersten Wettkampfgerät zeigte Sie wie alle Ulmerinnen Nerven und musste gleich zweimal vom "Zitterbalken" runter.

Mit insgesamt fünf Abstiege waren die Mädchen vom Leistungszentrum Ulm nach dem ersten Gerät mit 39,45 Punkten zunächst abgeschlagen auf dem achten und somit letzten Platz. Evelyn Reisig (9,75) Natalie Wolfgang (10.90) Laura Jurca (10,50) und Elisa Gräßler mit 8,30 Punkten konnten Cheftrainer Gabor Szücs zunächst noch nicht so recht in gute Laune versetzen.

Diese besserte sich dann deutlich nach dem zweiten von vier Geräten. Am Boden kamen die Ulmerinnen dann besser zurecht. Wieder waren es die vier vorgenannten die diesmal mit insgesamt 43,95 Punkten den Anschluss zu den davor plazierten Manschaften wieder herstellten.

Beim nachfolgenden Sprung zeigten die Mädchen von Trainer Gabor Szücs alle ordentlichen Übungen und holten mit 49,50 Punkten das im Rahmen Mögliche heraus. Das es auch anders gehen kann, zeigte sich diesmal beim Steglitzer Team die eine Nuller Wertung zu verbuchen hatten, was den Ulmerinnen in der Endabrechnung zu Gute kam.

Am neuen Paradegerät dem Stufenbarren mussten sich die LZ-Turnerinnen in der Tagesabrechnung nur dem Deutschen Seriensieger MTV Stuttgart und der gastgebenden Mannschaft des TSV Tittmoning geschlagen geben. Allen Voran natürlich Janine Berger die souverän und sicher mit 13,30 Punkten die zweithöchste Tageswertung hinter der Stuttgarterin Kim Bui (13,85) erreichte. Gut getaped, konnte Tisha Vollemann dann zumindest am Stufenbarren an den Start gehen und steuerte starke 11,70 Punkte zu den insgesamt 45,50 Punkte bei. Laura Jurca (11,00) und Elisa Gräßler (9,50) rundeten das tolle Ergebnis am Barren ab.

Mit einer Gesamtpunktzahl von 178,40 Punkten erreichten die Mädchen vom Turnzentrum Kuhberg am zweiten von insgesamt vier Wettkampftagen einen sechsten Platz.
Und Trainer Szücs hatte die anfangs verlorene gute Laune zurückgewonnen. "Unter den Umständen ein gutes Ergebnis" lautete sein Fazit. Und dem Ziel des Klassenerhaltes ein gutes Stück näher gekommen. Natalie Wolfgang freute sich natürlich auch über den sechsten Platz, wies aber zurecht darauf hin, dass "wir nun schon zum zweiten mal von einer Nuller Wertung profitiert haben. Als Kunstturnerin kann dir im Wettkampf, außer einer Verletzung nicht viel Schlimmeres passieren", drückte sie ihr Mitgefühl gegenüber der Steglitzer Turnerin aus.

Nach dem zweiten Wettkampftag belegen die Kunstturnerinnen des SSV Ulm 1846 mit 10:18 Punkten nun den sechsten Tabellenplatz vor den Berlinerinnen des TSG Steglitz 6:22 und dem Mitaufsteiger Dresdner SC 0:28. Die Stuttgarterinnen bauten ihren Vorsprung nach dem zweiten Tagessieg vor Tittmoning und dem TZ DSHS Köln aus.